Selbstversorgerhaus für Gästegruppen direkt am Grünen See
Selbstversorgerhaus für Gästegruppen direkt am Grünen See

                                           ● Der Grüne See in Tragöß ●

Die Lage des Grünen Sees

Im Gebiet der Gemeinde Tragöß-Sankt Katharein in der Steiermark liegt der Grüne See, eingebettet zwischen den drei mächtigen Bergen Meßnerin, Pribitz und Trenchtling am Südrand der Hochschwabgruppe auf etwa 776 m Seehöhe. Er ist ein sogenanntes Stillgewässer und wird neben den natürlichen Niederschlägen (Regenfall, Schnee) ausschließlich mit Schmelzwasser von den umliegenden Bergen gespeist.

Sobald im Frühling auf den Bergen des Hochschwab-Massivs die Schneeschmelze einsetzt, füllen die am Fuße des Trenchtlings und der Pribitz zutage tretenden Quellen den See bis zu einer Wassertiefe von max. 12 Metern mit sehr klarem und kaltem Schmelzwasser (um die 5 °C) wieder auf und daher ist es auch weiters nicht verwunderlich, dass der Grüne See in Tragöß Trinkwasserqualität aufweist. Solche Quellen sind überall an den Uferböschungen und im angrenzenden Wald zu beobachten und selbst in flacheren Bereichen des Sees kann man sehen, wie an manchen Stellen das Wasser sprudelnd bis an die Seeoberfläche hervortritt.

Bei sehr rasch einsetzender Schneeschmelze im Frühjahr kann man das Ansteigen des Wasserspiegels täglich beobachten, indem Wege am nächsten Tag schon überflutet sind, auf denen man am Vortag noch um den Grünen See spaziert ist.

Die größte Wassertiefe und damit den höchsten Wasserstand über Grund erreicht der Grüne See im Frühsommer (meist um Pfingsten herum) und kann dabei nach einem schneereichen Winter alle umliegenden Wanderwege um den See herum, sowie auch Rastbänke und die bereits gras- und blumenbedeckten Seeufer überfluten, was ein mystisches Gesamtbild ergibt. 

Ab diesem Zeitpunkt geht der Wasserspiegel langsam wieder zurück und gibt die vielen kleinen Spazierwege und ausgespülten Uferböschungen an verschiedenen Stellen rund um den See kontinuierlich wieder frei. Daher findet man an bestimmten Stellen des Seeufers mehrere, ausgetretene Pfade in verschiedenen Höhen übereinander, je nachdem wann im Jahresverlauf die Besucher um den See wandern. Der Grüne See hat keinen richtigen Abfluss in Form eines Baches und trotzdem ist sein Wasserspiegel innerhalb eines Jahres diesen extremen Schwankungen unterworfen. Von Spätsommer bis Winter versickert das ganze Wasser dann wieder so wie es gekommen ist und der Grüne See trocknet im Winter oft beinahe vollständig aus.

Die Entstehung des Grünen Sees

In prähistorischer Zeit stürzte von der Südflanke der Meßnerin eine massive Felswand in die Tiefe und sperrte den Talausgang des Jassingtals durch einen gewaltigen Haufen von Felsbrocken und Steinen ab. Neben diesem Bergsturz prägten in der Eiszeit auch die aus dem Lamingtal in Richtung Tragöß abfließenden Gletscher diese Gegend und so entstand über die Zeit das Seebecken, wie wir es heute kennen. Die Meßnerin ist, so wie auch die Pribitz, geologisch betrachtet ein Kalkstein-Stock, was das gehäufte Auftreten von Kalksteinen im und um den See herum erklärt.

Das Schmelzwasser von den umliegenden Bergen sammelt sich vorerst im etwas oberhalb des Grünen Sees am Fuß desTrenchtlings liegenden Becken der Pfarrerlacke (885 m Seehöhe; diese entstand auch infolge eines Bergsturzes vom Trenchtling) und sickert in der Folge unterirdisch bis zum Grünen See durch, wo es sich dann nochmals zum Grünen See aufstaut. Das Bild zeigt den Grünen See fotografiert vom Hang des Trenchtling.

Die markante Farbe des Grünen Sees

Seine namensgebende (grüne) Farbe verdankt der Grüne See in Tragöß mehreren, zusammenwirkenden Komponenten: Sehr klares Wasser in dickerer Schichtung absorbiert rote Lichtanteile des einfallenden Sonnenlichts und bei hohem Wasserstand des Grünen Sees im Frühjahr erscheint der See schon daher grünlich bis blau. Die umliegenden Berge schirmen den See gegen fast alle Richtungen ab und der See liegt in einer windgeschützten Mulde. Er bildet somit oft kaum Wasserwellen an der Oberfläche und erscheint dann spiegelglatt, was auch aus flachem Betrachtungswinkel (wie eben beim Wandern am Seeufer) oftmals einen Blick bis zum Seegrund ermöglicht.

Da der Grüne See im Winter oft nahezu vollständig versickert, hat er weitgehend keinen dunklen, schlammigen Untergrund, sondern der größte Teil des Seegrundes besteht aus Steinen und Felsbrocken aus hellem Kalkstein. Das einfallende Sonnenlicht dringt durch das überaus klare Wasser bis zum Grund durch, wo es auf den hellen Kalkstein und besondere Algenkolonien trifft und lässt so den See sehr hell erscheinen. Das satte Grün der umliegenden Wälder und grasbewachsenen Ufer sowie auch die im Sonnenlicht liegenden Berge spiegeln sich in der glatten Wasseroberfläche und das trägt noch verstärkt dazu bei, dass wir den See aus verschiedenen Blickwinkeln als türkisblau bis smaragdgrün wahrnehmen. Geringe Mengen von dem vom Kalkstein erodierten Kalk lösen sich im Wasser und tragen auch zur Helligkeit unter Wasser bei. Zusammen mit dem klaren Wasser ergibt das große Sichtweiten unter Wasser, was bei Tauchern in letzter Zeit sehr beliebt war, weil sich atemberaubende Anblicke und Fotomotive ergaben.

Sonstige Fakten

Das Gebiet rund um den Grünen See sowie der See selbst wurden 2006 von der Steiermärkischen Landesregierung zum "Naturschutzgebiet Nr.XIX" erklärt. 

 

Bei der vom ORF österreichweit durchgeführten Publikumswahl  „9 Plätze – 9 Schätze“ (je ein Platz je Bundesland), wurde der Grüne See in Tragöß am 25.Oktober 2014 von den Fernsehzusehern und einer Fachjury zum schönsten, verborgenen Platz Österreichs des Jahres gewählt. 

 

Im Jahr 2015 erließ der Grundstückseigentümer des Grünen Sees ein ab 1. Jänner 2016 geltendes Tauchverbot im Grünen See, sowie ein Verbot jeglicher, sonstiger Nutzung (Bootfahren, Baden/Schwimmen, Hunde usw.), weil die negativen Auswirkungen durch Verschmutzungen und Aufwirbelungen von Sedimenten durch die Wassersport- und Tauchaktivitäten die Ökologie und Einzigartigkeit des Sees und insbesondere die markante, grüne Farbe zerstören würden.

Das Haus am Grünen See

Unser „Haus am Grünen See“ ist das einzige Haus in Alleinlage direkt am Grünen See in Tragöß und bietet dem anspruchsvollen Naturliebhaber eine einzigartige Idylle und Ruhe sowie einen wunderbaren Blick auf den ganzen See. Das Grundstück um das Haus ist eingezäunt, wodurch die Mieter auch an Tagen mit stärkerem Besucherandrang am und um den Grünen See unter sich und ungestört bleiben.

 

 

 

Das Haus selbst wird derzeit als Selbstversorgerhaus für größere Gästegruppen geführt, welche es als Ganzes auf Wochenbasis mieten können. Die ausladende Terrasse bietet neben ihrem herrlichen Seeblick sehr viel Platz für unterschiedliche Nutzungen, vom Grillen (eigener Grillplatz samt Holzkohlengrill vorhanden), zum Essen oder einfach nur Entspannen bis hin zu sportlichen Aktivitäten in größeren Gruppen.

Trotz dieser Alleinlage ist das Haus über eine Forststraße (Hinterer See Weg) mit normalen PKWs bis direkt an die Haustür bequem zu erreichen und verfügt über insgesamt 8 Abstellplätze. Lediglich zur Zeit des Hochwassers im Zeitraum Ende Mai bis in den Juni hinein erfordert die Anfahrt etwas mehr Routine vom Fahrer, weil ein etwa 100 Meter langes Stück der Zufahrt vorübergehend über einen höherliegenden Forstweg umgeleitet werden muss. Das Bild zeigt links die überflutete, normale Zufahrtsstraße und rechts den "Hochwasserweg" in Fahrtrichtung zum Haus am Grünen See.

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© Monika Leisenberger